Brauchst du einen Notgroschen?

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Was ist eigentlich ein Notgroschen und warum brauchst du einen?

Niemand will an schlechte Zeiten oder Notlagen denken. Aber die Realität sieht leider, wenn auch zum Glück nur sehr selten, ganz anders aus. Ein Notgroschen ist ein Geldbetrag, der für unvorhergesehene Notfälle oder Zeiten finanzieller Not, angespart wird. Somit ist der Notgroschen eine Absicherung für finanziell schwierige Zeiten. Eine Notlage ist natürlich nicht reine Mathematik, sondern extrem mit Emotionen behaftet. Umso wichtiger ist es, in guten Zeiten, ein finanzielles Polster anzulegen, damit es in der finanziellen und emotionalen Notlage da ist.

Beispiele für finanziell schwierige Zeiten:

  • Arbeitslosigkeit

Gehört man nicht zu der glücklichen Gruppe der unkündbaren Dienstnehmer, kann es passieren, dass man seinen Job verliert. Aus welchen Gründen auch immer. Sein monatliches Einkommen streichen zu müssen stellt viele Menschen vor eine finanzielle Katastrophe. Die Fixkosten sind weiterhin fällig und Essen muss man schließlich auch etwas.

 

  • Lohnkürzung z.B. durch Kurzarbeit während Corona oder Verringerung der Stunden im Job

Die Pandemie hat uns gezeigt, wie schnell die Arbeitszeit reduziert werden kann. Es ist auf jeden Fall noch besser als den Job ganz zu verlieren, aber auch in diesem Fall gibt es teilweise enorme Gehaltskürzungen.

  • Unbezahlter Urlaub wegen einem Krankheitsfall in der Familie

Ein Krankheitsfall ist eine gewaltige emotionale Belastung und führt oft dazu, dass kein monatliches Einkommen generiert werden kann. Egal ob man selbst erkrankt ist oder ein geliebter Mensch. In dieser Situation sollte man sich keine finanziellen Sorgen machen müssen.

Beispiele für Notfälle:

  • Anschaffung oder Reparatur eines neuen Autos

So schnell kann man gar nicht schauen und schon braucht man mehrere tausend € für eine Reparatur des Autos oder im schlimmsten Fall sogar ein neues.

  • Zahnersatz

Wir leben zum Glück in einem Staat, der den Zahnersatz bezahlt. Aber natürlich nur den einfachsten. Will mein einen besseren und wahrscheinlich auch bequemeren Zahnersatz haben, muss man dafür selbst tief in die Tasche greifen.

  • Reparaturkosten z.B. für das Haus

Ein neues Dach, Fenster oder die Reparatur der Heizung kann gleich mal einen Menge Geld verschlucken. Um keinen Kredit für dringend notwendige Reparaturarbeiten aufnehmen zu müssen, lohnt es sich einen Notgroschen für diesen Zweck zu haben.

  • Trauerfall: Kosten für Beerdigung

Ein trauriges Thema. Aber irgendwann betrifft es uns leider alle. Eine Beerdigung kostet mehrere Tausend Euro und vom emotionalen Aspekt will ich gar nicht sprechen. Auch hier gilt wieder, dass die finanziellen Sorgen neben der erdrückenden Trauer keinen Platz haben. Sorge finanziell vor, damit du in dieser traurigen Situation eine Last weniger zu tragen hast.

Wie hoch sollte ein Notgroschen sein?

Ja, wie hoch sollte er eigentlich wirklich sein? Das ist von Person zu Person unterschiedlich. Hat man sehr hohe Lebenserhaltungskosten, muss natürlich der Notgroschen dementsprechend hoch sein. Ein Notgroschen über 3000€ reicht nicht mal für einen Monat, wenn monatlich Lebenserhaltungskosten von 3500€ nötig sind.

Die Höhe des Notgroschens sollte ausreichen um ein halbes Jahr deine Lebenserhaltungskosten zu decken.

z.B.Lebenserhaltungskosten von 3500€ im Monat

Notgroschen: 21 000€z.B. Lebenserhaltungskosten von 1800€ pro Monat

Notgroschen: 10 800€

Das ist eine Menge Geld… brauche ich wirklich einen Notgroschen?

Notfälle passieren völlig unvorhergesehen und können wirklich schwerwiegende Folgen haben. Viele Menschen haben keinen Notgroschen und geraten so in finanzielle Notlagen. Manchmal ist ein Kredit eine kurzfristige Lösung. Aber Schulden zu machen ist nie eine gute Sache.

Ein Notgroschen sichert dich für einen bestimmten Zeitraum finanziell ab, bis sich die Situation wieder gebessert hat. So kannst Du eine Phase der Arbeitslosigkeit überbrücken und dir das Arbeitslosengeld mit Hilfe deiner Rücklagen aufbessern.

Wie kann ich mir einen Notgroschen ansparen?

Konzentriere Dich auf das Ansparen eines Notgroschens und spare jeden freien Euro! Du kannst Deine Fixkosten analysieren und somit ein Einsparungspotential finden oder sparsamer leben.

Ein sparsameres Leben zeigt Dir auch, dass du eventuell einen kleineren Notgroschen brauchst als du zu Beginn gedacht hast.

Solltest Du, wie in Österreich, ein 13. Und 14. Monatsgehalt bekommen, dann spare dieses um deinen Notgroschen aufzubauen. Auch eventuelle Boni oder Rückzahlungen z.B. von der Krankenkasse, Geldgeschenke zum Geburtstag usw. sollten direkt in den Notgroschen fließen.

Eine sehr gute Methode um regelmäßig in deinen Notgroschen einzuzahlen, wäre ein monatlicher fixer Sparbetrag. Selbst geringe Summen zählen!

Wo soll ich meinen Notgroschen „parken“?

Am wichtigsten bei einem Notgroschen ist die tägliche Verfügbarkeit. Ein Sparbuch mit der Klausel, dass Du erst nach XY Jahren das Geld abheben darfst wäre mehr als unvernünftig. Auch solltest Du deinen Notgroschen nicht investieren oder in Gold anlegen. Wenn du das Geld brauchst, brauchst du es sofort und nicht erst in ein paar Wochen, Monaten oder Jahren.

Trotzdem sollte der Notgroschen auf einem extra Sparkonto sein. So kannst du nicht aus „Versehen“ deinen Notgroschen ausgeben, falls er auf dem normalen Girokonto geparkt ist.

Zusammengefasst ist ein Notgroschen enorm wichtig, um dich vor finanziellen Notsituationen zu schützen. Durch einen Notgroschen kannst Du einem Wohnungsverlust, Verschuldung bzw. Neuverschuldung, eine Menge Sorgen, Stress und Tränen entgegenwirken. Hoffentlich wirst du niemals Gebrauch von deinem Notgroschen machen! Aber wenn Du ihn wirklich einmal brauchen solltest, wird sich dein zukünftiges Ich darüber freuen, dass du heute zum Sparen begonnen hast.

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